Mandana Covindassamy, Agathe Mareuge, Bénédicte Terrisse (dir.), Judith Schalansky oder das Buch als Gedächtnis der Welt. Ein Reader, Berlin, März Verlag, 2025
ISBN:9783755000495
Preis: 42 €
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Als Wissenspeicher und Reflexionsorte der Buchgeschichte befragen die Bücher Judith Schalanskys Grundthemen der Gegenwartsliteratur: Dazu zählen Fiktion und Nicht-Fiktion, Text und Bild, Literatur und Gedächtnis, Wissenschaft und Archiv, Ökopoetik und Nature Writing – und nicht zuletzt die Utopie des Buches als vermeintlich konservatives Medium in einer digitalisierten Welt. Die vorliegende Publikation versammelt die Beiträge 13 Forschender zu Schalanskys Buchobjekten und bleibt dabei nicht nur inhaltlich, sondern auch formal seinem Forschungsgegenstand verbunden: In der Form des Readers werden nicht nur die fertigen literatur- und kulturwissenschaftlichen Texte lesbar, sondern auch jenes Material sichtbar, das diese erst ermöglichte: Notiertes und Kopiertes, Gesehenes und Gelesenes. In diesem Zusammenspiel von Obskurem und Erhellendem, von gezügelten und ungezügelten Lektüren lotet der Band jenen schillernden Graubereich aus, in dem sich wissenschaftliche Objektivität und Subjektivität als untrennbar erweisen. Der vorliegende Band denkt und gestaltet Inhalt und Form zusammen. Die Gestaltung hat Judith Schalansky selbst übernommen. In den Beiträgen werden die literatur- und kulturwissenschaftlichen Texte jeweils von bildlichen, dokumentarischen Seiten begleitet.
Inhaltsverzeichnis
- Mandana Covindassamy, Agathe Mareuge, Bénédicte Terrisse, Den Text an sich gibt es nicht. Vorwort
- Monika Schmitz-Emans, Melancholie und Verheißung des Buchs: Sammlungen und ihre Behälter bei Judith Schalansky
- Laurence Dahan-Gaida, ‘Verzeichnis einiger Verluste’. Archivieren, erinnern und Geschicht(en)schreiben
- Antoine Auvé, Von der Erfindung der Schrift zum Verschwinden von Atlantis: Ein Beispiel eines philosophischen “Verlusts” bei Platon (Deutsch von Matthias Zach)
- Jing Guo, Judith Schalanskys ‘Verzeichnis einiger Verluste’ im Licht der Ästhetik der Dunkelheit und des Schattens
- Odile Chatirichvili, Quallen, Quastenflosser und Kolumnentitel. Semiotik und Buchgestaltung in Judith Schalanskys ‘Der Hals der Giraffe’ (Deutsch von Matthias Zach)
- Anna Büsching, Der Knabe in Grau. Von schwarzen Seiten bei Judith Schalansky
- Eckhard Schumacher, Fluchtpunkt Ostsee. Über Matrosen, Inseln und Perspektiven in Judith Schalanskys ‘Blau steht dir nicht’
- Charlotte Krauss, “Die Insel ist ein theatralischer Raum”. Judith Schalanskys ‘Atlas der abgelegenen Inseln’ als intermediales Disposiv
- Laura M. Reiling, Überdauern lassen. Schalanskys buchförmiges Verzeichnen und die ‘Future Library’
- Ralph Winter, Wissenspraktiken und ihre Inszenierung in ‘Verzeichnis einiger Verluste’
- Mandana Covindassamy, Judith Schalanskys Kartenspiel. Porträt der Autorin als Kartografin
- Karine Winkelvoss, Désastre, astérisque, désir. Zu Judith Schalansky
