Gegenstand des Symposiums « Theater, Malerei und Fotografie – zur Erprobung der Intermedialität (19.-21. Jahrhundert), das vom 15. bis zum 17. November stattfinden wird, ist die Untersuchung der Modalitäten, nach denen Malerei und Fotografie im Theater aus ihrem Rahmen fallen, die Art und Weise, wie sie sich in der Interaktion mit den anderen (verbalen oder nonverbalen) Systemen von Sinnesproduktion potenzialisieren und manchmal zu einer radikalen Mutation des Bühnenraumes führen. Theoretische Grundlage sollen interdisziplinäre Arbeiten zur Entgrenzung der Künste in den Bereichen der Theaterforschung, der Kunstgeschichte und der Soziologie sein. Die methodologische Herangehensweise wird intermedial sein.
Im Bereich der Bühnenkünsten wurde das Konzept der Intermedialität insbesondere in Verbindung mit zwei historischen Wendepunkten erforscht: Der erste ist durch die Entstehung der „hybriden“ Genres, wie Tanz- oder Musiktheater, markiert, der andere durch die Öffnung des Theaters für das bewegte Bild, zum Beispiel das Medium Video. Eine Untersuchung der Beziehungen zwischen Malerei und Fotografie einerseits und Theater andererseits – sei es im Konflikt- oder Affinitätsmodus – bedeutet demnach, einen Beitrag zur Intermedialitätsforschung zu leisten, und gleichzeitig gegen die Vorrangstellung anzugehen, die in diesem Forschungsbereich derzeit den „neuen Medien“ eingeräumt wird.
Wissenschaftliche Leitung : Hilda Inderwildi (CREG/EA 4151, Toulouse), Emmanuel Béhague(EA1341, Mondes germaniques et nord-européens, Strasbourg), Friedemann Kreuder (Études théâtrales, Mayence)
Kontakt :
Université Toulouse – Jean Jaurès
CPRS (Centre de Promotion
de la Recherche Scientifique)
cprs@univ-tlse2.fr