
Helga Schütz ist als Schriftstellerin seit mehr als 50 Jahren auf dem deutschen Buchmarkt vertreten. Die Autorin hat durch die literarische und künstlerische Darstellung unterschiedlicher historischer und gesellschaftlicher Themen die Diskurse im deutsch-deutschen Kontext mitgeprägt, so z.B. dank ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema »Flucht und Vertreibung« oder dem Stalinismus, aber auch dank der Verarbeitung gesellschaftlich relevanter Fragen wie der Emanzipation der Frau oder des Umweltbewusstseins.
Ziel der Tagung ist die Erschließung und Neubewertung des Werks der Schriftstellerin, Dramaturgin und Szenaristin Helga Schütz (geb. 1937), das seit den 1970er Jahren nicht nur in der DDR, sondern auch in der Bundesrepublik und nach 1989 im vereinigten Deutschland verlegt bzw. rezipiert wurde. Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen beleuchten das Werk von Helga Schütz neu und stellen es in aktuelle Forschungszusammenhänge.
Donnerstag, 18. April 2024
14:30 Begrüßung
15:00 Holly H. Liu »Erfundene Figuren« im Augenblick der Wahrheit: Zu Helga Schütz‘ literarischer Erinnerungsstrategie
16:00 Kerstin Stutterheim Helga Schütz und die Defa – Einführung zum DDR-Filmerbe
17:30 Ursula von Keitz Film Schreiben. Zur Drehbuchform bei Helga Schütz
18:00 Elizabeth Ward »Alle haben gelacht. Ich habe zu Hause geweint.« Weibliche Selbstaushandlungen zwischen privater Erfahrung und sozialistischer Öffentlichkeit in Helga Schütz’ Alltagsfilmen
20:00-21:30 Podiumsgespräch »Hinter dem Vorhang ein Schatten« (Elektronisches Tagebuch im Rahmen des Mainzer Stadtschreiber-Preises 1991), mit Ingo Schulze, Werner von Bergen
Freitag, 19. April 2024
10:00 Yvonne Delhey »Mein Thema ist das Tägliche«. Die Gegenwartspoetik Helga Schütz‘
10:30 Hannes Krauss »Jette« und »Jakob« – erzählte Kindheiten
11:00 Bill Niven Flucht- und Vertreibungsthematik bei Helga Schütz
12:00-14:00 Pause
14:00 Gabrielle Desmet »Per Sprache überzeugen«. Text und Regie im Hörspielwerk von Helga Schütz
14:30 Carola Hähnel-Mesnard Tagebuch und Reportage in »Heimat süße Heimat« (1992)
15:00 Abschlussdiskussion
Ort: Literaturforum im Brechthaus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte
Konzeption und Organisation:
Yvonne Delhey (Radboud Universiteit Nijmegen) und Carola Hähnel-Mesnard (Université de Lille), in Zusammenarbeit mit dem Literaturforum im Brechthaus und mit Unterstützung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Weitere Informationen: https://lfbrecht.de/projekte/helga-schuetz-tagung/startseite/