Avantgarde nach Pina Bausch: Erinnern und neu erfinden

Mit dem Tanztheater Wuppertal revolutionierte Pina Bausch ab 1973 den Tanz. Das Tanztheater Wuppertal steht für eine Avantgarde, die zu einer prominenten internationalen Institution geworden ist, Tanzgeschichte schrieb und Schule gemacht hat. Wie lässt sich eine Avantgarde nach Pina Bausch denken? Gibt es die Avantgarde im Bereich des Tanzes und der Performance-Kunst noch und ist sie als Begriff überhaupt noch relevant? Mit welchen Mitteln können Experimentation weitergeführt, gesellschaftliche Relevanz oder Engagement erlangt werden? Mit welchen theoretischen Ansätzen kann diese Geschichte weitergeschrieben werden?

Diesen Fragen soll hier nachgegangen werden. Untersucht werden das Zusammenspiel von Dokumentation bzw. Patrimonialisierung und Kreation sowie der kreative Umgang mit dem Tanzerbe der Moderne und der Postmoderne. Kann  dabei so etwas wie ein lebendiges Archiv entstehen, womöglich transnational? Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der genderspezifischen Dimension dieser Neuerfindung und dieser Geschichtsschreibung.

Diese Veranstaltung bildet den Abschluss eines Forschungsprojekts zum Thema „Avantgarde im Spannungsfeld von Gender im deutschsprachigen Raum nach 1945“, das 2022-2024 von Forscherinnen der französischen Universitäten Lyon 3 Jean Moulin (Sibylle Goepper), Aix Marseille Université (Susanne Böhmisch), Sorbonne Université (Agathe Mareuge), Université de Lorraine (Cécile Chamayou-Kuhn) und Université de Grenoble (Élise Petit) getragen wurde.

Flyer_AvantgardeNachPina

Plakat_A3_Avantgardenachpinabausch_7.6