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Ausschreibung: Maurice Halbwachs-Gastprofessur, Wuppertal, Bewerbungsfrist: 3.3.2025

Ausschreibung Maurice Halbwachs-Gastprofessur an der Bergischen Universität Wuppertal

Die Maurice Halbwachs-Gastprofessur an der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal, die nun zum dritten Mal ausgeschrieben und jährlich neu besetzt wird, richtet sich an Wissenschaftler*innen französischer Universitäten bzw. vergleichbarer Forschungseinrichtungen mit unterschiedlichen Fachrichtungen (Frankoromanistik, Germanistik, Geschichte, Komparatistik und Philosophie). Eine interdisziplinäre Ausrichtung zwischen den Fachrichtungen, ggf. mit einer Öffnung zu den Wirtschaftswissenschaften ist willkommen.

Die hier ausgeschriebene Gastprofessur (w/m/d) wird für den Zeitraum vom 01.09.2025 bis 31.08.2026 besetzt.

Die Maurice Halbwachs-Gastprofessur wird gemeinsam gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Bergische Universität Wuppertal. Die Gastprofessur soll die bestehenden Frankreich-Projekte in der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften verstärken und sie bekräftigt das gemeinsame Engagement von Land und Universität zugunsten einer fortgesetzten Intensivierung der deutsch- französischen Zusammenarbeit.

Der Aufenthalt an der Bergischen Universität Wuppertal erfolgt im Rahmen einer Abordnung. Die Bergische Universität Wuppertal tritt hierbei als Gastgeberin auf. Die Gastprofessur wird zusätzlich zum individuellen französischen Gehalt mit einer zusätzlichen monatlichen Pauschalzahlung von 2.500 € unterstützt, welche als Prämie im Rahmen der fortbestehenden Anstellung in Frankreich ausgezahlt wird. Die Einladung des*der Gastprofessor*in erfolgt über die Bergische Universität Wuppertal in Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft in Deutschland. Außerdem übernimmt die Bergische Universität Wuppertal die Vertretungskosten in der Lehre für den*die Gastprofessor*in an der französischen Heimathochschule. Ein Arbeitsverhältnis nach deutschem Recht wird mit der Bergischen Universität Wuppertal nicht geschlossen.

Fachliche und persönliche Voraussetzungen bzw. Erwartungen:

– Promotion in Frankoromanistik, Germanistik, Geschichte, Komparatistik, Philosophie, und eine unbefristete Anstellung als Professor*in oder Maître*sse de Conférences an einer französischen Universität oder vergleichbaren Forschungseinrichtung

– Deutschkenntnisse auf einem Niveau, die zur Lehre in deutscher Sprache befähigen; alternativ entsprechende Kompetenzen in englischer Sprache

– Forschungsinteressen an interkulturellen und interdisziplinären Fragestellungen und Projekten

Aufgaben und Anforderungen:

– Übernahme einer Lehrverpflichtung im Umfang von 4 LVS (1 Vorlesung und 1 Seminar) in den Bachelor- bzw. Masterstudiengängen der genannten Fachgruppen

– Konzeption der Lehre im Hinblick auf einen möglichst fächerübergreifenden Adressatenkreis im Sinne einer breiten studentischen Nachfrage

– Bereitschaft, die Sichtbarkeit des Frankreich-Engagements der Bergischen Universität durch akademische und zivilgesellschaftliche Initiativen zu fördern

Kennziffer: P25001

Bewerbungen (mit Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Publikationsverzeichnis, Kurzbeschreibung eines Seminars und einer Vorlesung, kurzer Skizze möglicher Initiativen zum Forschungstransfer) sind grundsätzlich nur über das Onlineportal der Bergischen Universität Wuppertal möglich:

stellenausschreibungen.uni-wuppertal.de

Unvollständig eingereichte Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden.

Bitte richten Sie Ihr Anschreiben an Prof. Dr. Ursula Kocher.

Bewerbungen von Menschen jeglichen Geschlechts sowie von Menschen mit Schwerbehinderung und ihnen gleichgestellten behinderten Menschen sind willkommen. Frauen werden nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes NRW bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Die Rechte der Menschen mit Schwerbehinderung, bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt zu werden, bleiben unberührt.

Bewerbungsfrist: 03.03.2025

Bei Fragen bitte kontaktieren Sie Prof. Dr. Ursula Kocher

P25001Ausschreibung Maurice Halbwachs-Gastprofessur

Avantgarde nach Pina Bausch: Erinnern und neu erfinden

Mit dem Tanztheater Wuppertal revolutionierte Pina Bausch ab 1973 den Tanz. Das Tanztheater Wuppertal steht für eine Avantgarde, die zu einer prominenten internationalen Institution geworden ist, Tanzgeschichte schrieb und Schule gemacht hat. Wie lässt sich eine Avantgarde nach Pina Bausch denken? Gibt es die Avantgarde im Bereich des Tanzes und der Performance-Kunst noch und ist sie als Begriff überhaupt noch relevant? Mit welchen Mitteln können Experimentation weitergeführt, gesellschaftliche Relevanz oder Engagement erlangt werden? Mit welchen theoretischen Ansätzen kann diese Geschichte weitergeschrieben werden?

Diesen Fragen soll hier nachgegangen werden. Untersucht werden das Zusammenspiel von Dokumentation bzw. Patrimonialisierung und Kreation sowie der kreative Umgang mit dem Tanzerbe der Moderne und der Postmoderne. Kann  dabei so etwas wie ein lebendiges Archiv entstehen, womöglich transnational? Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der genderspezifischen Dimension dieser Neuerfindung und dieser Geschichtsschreibung.

Diese Veranstaltung bildet den Abschluss eines Forschungsprojekts zum Thema „Avantgarde im Spannungsfeld von Gender im deutschsprachigen Raum nach 1945“, das 2022-2024 von Forscherinnen der französischen Universitäten Lyon 3 Jean Moulin (Sibylle Goepper), Aix Marseille Université (Susanne Böhmisch), Sorbonne Université (Agathe Mareuge), Université de Lorraine (Cécile Chamayou-Kuhn) und Université de Grenoble (Élise Petit) getragen wurde.

Flyer_AvantgardeNachPina

Plakat_A3_Avantgardenachpinabausch_7.6

(Seminar Archives manquantes: Christa Baumberger, (Un)sichtbare Spuren: Nachlässe, Editionen und Ausstellungen von Emmy Hennings und Hugo Ball, INHA und Online, 17. März 2023

Für die zweite Sitzung des Seminars  “Archives manquantes? Les archives et la construction de l’histoire littéraire et culturelle dans l’espace germanophone depuis 1945” laden wir Christa Baumberger(Galerie Litar, Zürich) ein: « (Un)sichtbare Spuren. Nachlässe, Editionen und Ausstellungen von Emmy Hennings und Hugo Ball ». Die Sitzung wird von Agathe Mareuge moderiert (Centre André Chastel / REIGENN & Philomel).

Affiche séance 2 du séminaire Archives manquantes

Wann? 17 März 2023, 14 Uhr-16:30 Uhr

Wo? Galerie Colbert(INHA), 2 rue Vivienne, 75002 Paris, Salle Ingres (2e étage)

Das Seminar findet auch online statt:  https://univ-nantes-fr.zoom.us/j/84533401158 (ID de réunion : 845 3340 1158).

 

 

Archive sind grundlegend für das Kulturelle Gedächtnis, doch geht es immer auch um eine ‹Politik des Archivs›: Was wird gesammelt, wer geht vergessen? Wie prägen Archive den kulturellen und literarischen Kanon? Und welche Genderaspekte spielen mit, wenn Werke und Sammlungen in Editionen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit gebracht werden?

Der Doppelnachlass von Emmy Hennings und Hugo Ball im Literaturarchiv der Schweizerischen Nationalbibliothek ist ein exemplarisches Fallbeispiel. Hennings und Ball gehörten 1916 gemeinsam zu den Begründern der Dada-Bewegung in Zürich, doch im Unterschied zu Ball ging Hennings rasch und gründlich vergessen. Das Dada-Jubiläum 2016 war Anlass, sie dem Vergessen zu entreissen: mit einer Werkausgabe, einer Ausstellung und dem Text- und Bildband «Emmy Hennings Dada».

Archives-manquantes-dépliant

Mehr Infos:

https://reigenn.hypotheses.org/1785#more-1785

Call for Papers (verlängert): “Avantgarden im Spannungsfeld von Gender im deutschsprachigen Raum von 1945 bis heute: Soziabilitäten, Ästhetiken, Erinnerungsprozesse” (Université Jean Moulin Lyon 3, 12.-14. Oktober 2023)

 

Université Lyon 3 Jean Moulin – Lyon, 12.-14. Oktober 2023

Internationale Tagung

Organisation: Susanne Böhmisch (Aix-Marseille Université), Cécile Chamayou-Kuhn (Université de Lorraine), Sibylle Goepper (Université Jean Moulin Lyon 3), Agathe Mareuge (Sorbonne Université), Élise Petit (Université Grenoble Alpes)

Ihre Vorschläge für einen Beitrag sowie kurze biobibliografische Angaben richten Sie bitte
bis zum 31. März 2023 an folgende Adresse: gender.avantgarde@gmail.com. Die Liste der
angenommenen Beiträge wird Ende April 2023 bekannt gegeben. Eine Publikation ist
vorgesehen.

Homepage

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