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Tagungsprogramm Konstruktionsgrammatik germanischer Sprachen

24. und 25. März 2022
Dresden

Internationale Fachtagung an der TU Dresden

Konstruktionsgrammatik germanischer Sprachen

Forschungsstand – Desiderata – Perspektiven

 

Gebrauchsbasierte Konstruktionsgrammatiken stehen heute vor zahlreichen Herausforderungen, die interdisziplinärer Verständigung und Aushandlung in besonderem Maße bedürfen. So wurde in den letzten Jahren besonders deutlich, dass bei der Beschreibung von Konstruktionen und Konstruktionsnetzwerken bspw. Aspekte wie Sprachnormorientierung, Konstruktionswandel, spezifischer Gebrauch in Kommunikationsdomänen, Varietäten und/oder in Sprachkontaktsituationen besonders zu berücksichtigen sind. Zum anderen zeigten zahlreiche Studien, dass die Reichweite des Konstruktionsbegriffs in Relation zu Mustern und Schemata, die adäquate Analyse von Bedeutungs- und Formseite von Konstruktionen und damit verbunden die (terminologische) Kategorisierung von Konstruktionen Gegenstände von Diskussionen sind.

Die Tagung “Konstruktionsgrammatik germanischer Sprachen” nimmt zum einen diese Fragen der Forschungsgemeinschaft auf und führt Forscher·innen zusammen, die sich den germanischen Sprachen als Gegenstand widmen, um einige der aufgeworfenen Problemstellungen im interdisziplinären Umfeld diskutieren zu können.

Im Mittelpunkt der Beiträge stehen u.a. die Spannungsverhältnisse zwischen

  • Norm und Regel
  • Regularität und Irregularität
  • Standard und Variation (inkl. Sprachkontakt)
  • Synchronie und Diachronie (Sprach- als Konstruktionswandel)
  • Form und Bedeutung

sowie Fragen zur Reichweite des Konstruktionsbegriffs, zur Kategorisierung von Konstruktionen und schließlich der Anschluss an z.B. diskurs- und framesemantische Forschungsansätze und Interpretationsmodelle.

Zum anderen ist ein zentrales Ziel der Tagung, 32 Jahre nach Fillmore/Kay/O’Connor (1988), 25 Jahre nach Goldberg (1995) und zehn Jahre nach der ersten germanistisch-linguistischen Tagung zur Konstruktionsgrammatik 2010 in Kiel eine kritische Bilanz zu ziehen:

  • Wo steht die Konstruktionsgrammatik heute in theoretischer wie methodischer Hinsicht?
  • Welche der selbst gesteckten Ziele hat die Konstruktionsgrammatik bislang erreicht?
  • Ist die Konstruktionsgrammatik ihren eigenen Ansprüchen gerecht geworden?
  • Welche Desiderata werden oft benannt, aber noch nicht systematisch untersucht?
  • Welchen Herausforderungen soll und muss sich die Konstruktionsgrammatik mittel- und langfristig stellen?

Programm und Infos: https://www.gls-dresden.de/kxg2022/

CfP: #GGSG2022 Historische (Morpho-)Syntax, Dresden, 29.09-01.10.2022

Historische (Morpho-)Syntax

29. September bis 1. Oktober 2022
Dresden

Konzeption und Themenspektrum

Auf der Tagung „Historische (Morpho-)Syntax“ soll der Blick gelenkt werden auf Phänomene der Entwicklung und Verfestigung sprachlicher Muster, die wir mit unterschiedlichen Grammatikbeschreibungsmodellen zu kategorisieren suchen. Sowohl die Phänomene als solche als auch die Adäquatheit spezifischer Beschreibungs- und Analysemodelle sollen auf der Tagung diskutiert werden können. Im Mittelpunkt werden dabei das Deutsche und seine Varietäten stehen; (typologische) Seitenblicke sind aber ausdrücklich erwünscht. Der Tagung wird ein praktischer Workshop zu digitalen Korpora und Erschließungsmöglichkeiten vorangehen.

Call for Papers

Willkommen sind Beiträge zum genannten Themenspektrum. Für die Einreichung Ihres Abstracts im Umfang von ca. 300 Wörtern bis 31.01.2022.

Terminlinie

  • 31.10.2021: Veröffentlichung des Call for Papers
  • 31.01.2022: Frist für die Abstract-Einsendung
  • 31.03.2022: Veröffentlichung des vorläufigen Programms
  • 31.05.2022: Frist für die verbindliche Anmeldung zur Tagung (Präsenz/Distanz)

Rahmenprogramm zur Tagung

Webseite: https://www.gls-dresden.de/ggsg2022/

Workshop, 27.-28.9, Basel: Positionierungsstrategien in Fachdiskursen aus konstruktionsgrammatischer Perspektive

4. Workshop Basel im Rahmen des Eucor-Projekts DIS-AGREE

Positionierungsstrategien in Fachdiskursen aus konstruktionsgrammatischer Perspektive

Workshop-Leitung: Dr. Mirjam Weder (Universität Basel), Prof. Dr. Laurent Gautier (Université de Bourgogne – Dijon)

Datum: 27.9-28.9.2021 (Beginn am 27.9.2021 um 12 Uhr; Ende 28.9.2021 um 17 Uhr)

Ort: Universität Basel (Durchführung ist in Präsenz geplant, online falls es die Pandemielage nicht zulässt).

Deutsches Seminar der Universität Basel, Nadelberg 4, Seminarraum 3 (Erdgeschoss)

Exposé und Programm online.

Kontakt: laurent.gautier@u-bourgogne.fr