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Schlagwort-Archive: Germanistische Linguistik
CfP: 29. Linguistiktage der Gesellschaft für Sprache und Sprachen (GeSuS)
Rahmenthema
Sprachwissenschaftliche Grundlagenforschung und ihre praktische
Anwendung
Paris-Est-Creteil (UPEC), 8.-10. Juni 2023
Zusammen mit der Universität Sorbonne Nouvelle (CEREG)
Präsenzveranstaltung
2. Rundschreiben
(10.1.2023)
Organisation: Valérie Bourdier (UPEC), Laure Gautherot (CEREG-Sorbonne Nouvelle),
Malgorzata Jaskula (INSPE-UPEC), Anne Larrory-Wunder (CEREG-Sorbonne Nouvelle),
Thérèse Robin (INSPE-UPEC)
Tagungsprogramm Konstruktionsgrammatik germanischer Sprachen
CfP: #GGSG2022 Historische (Morpho-)Syntax, Dresden, 29.09-01.10.2022
Historische (Morpho-)Syntax
29. September bis 1. Oktober 2022
Dresden
Konzeption und Themenspektrum
Auf der Tagung „Historische (Morpho-)Syntax“ soll der Blick gelenkt werden auf Phänomene der Entwicklung und Verfestigung sprachlicher Muster, die wir mit unterschiedlichen Grammatikbeschreibungsmodellen zu kategorisieren suchen. Sowohl die Phänomene als solche als auch die Adäquatheit spezifischer Beschreibungs- und Analysemodelle sollen auf der Tagung diskutiert werden können. Im Mittelpunkt werden dabei das Deutsche und seine Varietäten stehen; (typologische) Seitenblicke sind aber ausdrücklich erwünscht. Der Tagung wird ein praktischer Workshop zu digitalen Korpora und Erschließungsmöglichkeiten vorangehen.
Call for Papers
Willkommen sind Beiträge zum genannten Themenspektrum. Für die Einreichung Ihres Abstracts im Umfang von ca. 300 Wörtern bis 31.01.2022.
Terminlinie
- 31.10.2021: Veröffentlichung des Call for Papers
- 31.01.2022: Frist für die Abstract-Einsendung
- 31.03.2022: Veröffentlichung des vorläufigen Programms
- 31.05.2022: Frist für die verbindliche Anmeldung zur Tagung (Präsenz/Distanz)
Rahmenprogramm zur Tagung
- 28.09.2022: Workshop und Feierliche Vergabe des Promotionspreises “Peter von Polenz” an Dr.in Sarah Ihden
- 29.09.2022: Vorstands- und Beiratssitzung sowie Mitgliederversammlung, danach gemeinsames Abendessen
- 01.10.2022: Veranstaltungen werden hybrid angeboten, optional: Stadtführung
Webseite: https://www.gls-dresden.de/ggsg2022/
Workshop, 27.-28.9, Basel: Positionierungsstrategien in Fachdiskursen aus konstruktionsgrammatischer Perspektive
4. Workshop Basel im Rahmen des Eucor-Projekts DIS-AGREE
Positionierungsstrategien in Fachdiskursen aus konstruktionsgrammatischer Perspektive
Workshop-Leitung: Dr. Mirjam Weder (Universität Basel), Prof. Dr. Laurent Gautier (Université de Bourgogne – Dijon)
Datum: 27.9-28.9.2021 (Beginn am 27.9.2021 um 12 Uhr; Ende 28.9.2021 um 17 Uhr)
Ort: Universität Basel (Durchführung ist in Präsenz geplant, online falls es die Pandemielage nicht zulässt).
Deutsches Seminar der Universität Basel, Nadelberg 4, Seminarraum 3 (Erdgeschoss)
Exposé und Programm online.
Kontakt: laurent.gautier@u-bourgogne.fr
Workshop Diskursmorphologie, 18.-19. März, online (zoom)
Online-Tagung:
Diskursmorphologie
18./19.03.2021
Organisation:
Prof. Dr. Laurent Gautier, Université de Bourgogne laurent.gautier@u-bourgogne.fr
Dr. Sascha Michel, RWTH Aachen s.michel@isk.rwth-aachen.de
Dr. Simon Varga, FTSK Germersheim varga@uni-mainz.de
Tagungskonzept
Die Diskurslinguistik beschäftigt sich traditionell nur am Rande mit morphologischen Aspekten. Spitzmüller/Warnke (2011: 138) beziehen Wortbildung zwar in ihrer „wortorientierten Analyse“ mit ein, sehen aber davon ab, eine „eigenständige morphemorientierte Ebene“ anzunehmen, „weil diese Morpheme im Diskurs bereits als realisierte Wortformen erscheinen“. Die Flexionsmorphologie bleibt indes weitgehend unberücksichtigt.
Allerdings hat auch die Morphologie diskurslinguistische Fragestellungen bislang allenfalls gestreift. Wiewohl etwa die Wortbildungsforschung in den letzten Jahren eine „pragmatische Wende“ erfahren hat und zunehmend Aspekte des Wortbildungsgebrauchs aufgreift (vgl. Elsen/Michel 2007, 2011), bleibt zu konstatieren, dass diese nur selten über die Textebene hinausgehen.
Die Diskursgrammatik wiederum widmet sich seit einiger Zeit der diskursiven Bedeutung und Funktion von phrasen- und satzsyntaktischen sowie morphologischen Einheiten (vgl. Warnke et al. 2014, Müller 2018). Genau hier möchte die Diskursmorphologie – verstanden als Teildisziplin einer Diskursgrammatik – ansetzen, indem sie postuliert, dass eine „morphemorientierte Ebene“ – im Zusammenspiel freilich mit allen anderen diskurslinguistisch relevanten Ebenen – eine neue, zusätzliche Herangehensweise an flexionsmorphologische und wortbildungsbezogene Fragestellungen in Diskursen bedeuten kann. So kommt auch Gredel (2018: 66) bei der Analyse von Itis-Kombinatorik in Wikipedia zu folgendem Ergebnis: „Gezeigt werden konnte, dass Morpheme als Zugriffsobjekt für korpuslinguistisch informierte Diskursanalysen brauchbar sind“.
Wir möchten uns im Rahmen der Tagung einen ersten theoretisch-methodischen Zugang zu einer systematischen Erforschung des Zusammenspiels zwischen Diskurslinguistik einerseits und Morphologie andererseits verschaffen. Folgende Fragestellungen und Themen sollen dabei u.a. im Zentrum stehen:
Theoretisch-methodisch:
- Welchen Stellenwert nimmt die morphologische Analyse im Rahmen einer diskurslinguistischen Mehrebenenanalyse (vgl. Spieß 2011) ein?
- Welche theoretischen Ansätze (z.B. Konstruktionsgrammatik (vgl. Ziem 2018), Kognitive Semantik, Soziolinguistik, Textlinguistik, Pragmatik, Medienlinguistik etc.) bieten sich an?
Empirisch:
- Wie lassen sich die Daten empirisch, d.h. korpuslinguistisch erheben?
- Welche Ergebnisse liefern morphologische Fallanalysen?
- Welchen Einfluss haben soziopragmatische Variablen (z.B. Äußerungskontext) auf die diskursive Verwendung morphologischer Einheiten?
- Welche Bedeutung kommt bestimmten medialen Rahmenbedingungen zu – beispielsweise bei der diskursiven Bearbeitung/Erstellung von Online-Texten oder der Bildung von diskurskonstituierenden und -strukturierenden Hashtags?
Literatur (Auswahl):
Elsen, Hilke/Michel, Sascha (2007): „Wortbildung im Sprachgebrauch. Desiderate und Perspektiven einer etablierten Forschungsrichtung“, in: Muttersprache 1/2007, 1–16.
Elsen, Hilke/Michel, Sascha (2011) (Hgg.): Wortbildung im Deutschen zwischen Sprachsystem und Sprachgebrauch. Perspektiven – Analysen – Anwendungen. Stuttgart (= PGL 5).
Gredel, Eva (2018): „Itis-Kombinatorik auf den Diskussionsseiten der Wikipedia: Ein Wortbildungsmuster zur diskursiven Normierung in der kollaborativen Wissenskonstruktion“. In: ZfAL 68/2018, 35–72.
Müller, Marcus (2018): Diskursgrammatik. In: Warnke, Ingo H. (Hg.): Handbuch Diskurs. Berlin/Boston: de Gruyter, 75–103. (= Handbücher Sprachwissen)
Spieß, Constanze (2011): Diskurshandlungen. Theorie und Methode linguistischer Diskursanalyse am Beispiel der Bioethikdebatte. Berlin/Boston: de Gruyter. (= Sprache und Wissen 7).
Spitzmüller, Jürgen/Warnke, Ingo H. (2011): Diskurslinguistik. Eine Einführung in Theorien und Methoden der transtextuellen Sprachanalyse. Berlin/Boston: de Gruyter.
Warnke, Ingo H./Wildfeuer, Janina/Schmidt-Brücken, Daniel/Karg, Wolfram (2014): Diskursgrammatik als wissensanalytische Sprachwissenschaft. In Benitt, Nora/Koch, Christopher/Müller, Katharina/Saage, Sven/Schüler, Lisa (Hgg.), Kommunikation – Korpus – Kultur: Ansätze und Konzepte einer kulturwissenschaftlichen Linguistik. Trier: WVT, 67–85 (= Giessen Contributions to the Study of Culture 11).
Ziem, Alexander (2018): Diskurslinguistik und (Berkeley) Construction Grammar. In: Warnke, Ingo H. (Hg.): Handbuch Diskurs. Berlin/Boston: de Gruyter, 104–133. (= Handbücher Sprachwissen)
Tagungsprogramm
Interessierte sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich bei einem der Organisatoren, um den Zugangslink (Zoom) zur Tagung zu erhalten.
Donnerstag, 18.03.2021
| Zeit | Vortrag |
| 10.00-10.15 | Begrüßung und Einführung
Laurent Gautier und Sascha Michel |
| 10.20-10.45 | Morphologie aus Sicht der Diskursgrammatik
Marcus Müller (Darmstadt) |
| 11.00-11.25 | coroni|-eren|-sieren|-fizieren
Zum Verhältnis von Diskursmorphologie und Diskurspragmatik Kersten Sven Roth (Magdeburg) |
| 11.40-12.05 | Hapaxe, Morpheme und Produktivität im COVID-19-Diskurs
Philipp Dreesen/Julia Krasselt und Klaus Rothenhäusler (Winterthur) |
| 12.15-13.00 | Mittagspause |
| 13.00-13.25 | Namen und Wortbildung:
Eigennamenkomposita in Text und Diskurs Adele Baltuttis und Barbara Schlücker (Leipzig) |
| 13.40-14.05 | „Merkelt ihr nicht das ihr vergauckelt werdet ???“ – Wortbildung in verschwörungstheoretischen Diskursen
Sören Stumpf (Trier) |
| 14.20-14.45 | Es wächst zusammen, … Inkorporation: eine irreversible Geschichte?
Martine Dalmas (Paris) |
Freitag, 19.03.2021
| Zeit | Vortrag |
| 10.00-10.25 | Kontroverse Komposita und Co.: Explorationen im Flüchtlingsdiskurs am Beispiel von Bundestagsreden
Sascha Michel (Aachen) und Alexander Ziem (Düsseldorf) |
| 10.40-11.05 | Geächtetes Suffix: Vom -ling im Flüchtling und der Diskursmacht einer Metamorphologie
Marlene Rummel (Dresden) |
| 11.20-11.45 | Diskursmorphologie und digitale Kommunikation: Plattformspezifische Wortbildungsprodukte in der kollaborativen Textproduktion
Eva Gredel (Duisburg-Essen) |
| 11.55-13.00 | Mittagspause |
| 13.00-13.25 | #ichbinX/#wirsindX: zur diskursiven Produktivität eines #-Wortbildungsmusters
Laurent Gautier (Dijon) |
| 13.40-14.05 | Grammatische Morpheme als „Stigmamorpheme“: Überlegungen zur diskursiven Bedeutungskonstitution unterhalb der Wortebene
Simon Varga (Germersheim) |
| 14.20-15.00 | Abschlussdiskussion |
| 15.00 | Ende der Tagung |