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Stellenausschreibung: Stelle als Lehrkraft für besondere Aufgaben – Französisch (WHZ, Zwickau)

Stellenausschreibung

An der Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation der Westsächsischen Hochschule Zwickau ist zum 01.09.2022 eine Stelle als
Lehrkraft für besondere Aufgaben Französisch (m/w/d)
Kenn.Nr.: SP 7b
unbefristet in Teilzeit (50%) zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag der Länder (TVL). Bei Vorliegen der geforderten Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach der Entgeltgruppe 11 TVL.
Ihr Aufgabengebiet:
  • Durchführung von Lehrveranstaltungen der Allgemein und Fachsprache Französisch (insbesondere Medien, Wirtschaft und Recht)
    • in kontrastiver Medienkommunikation sowie
    • in Landeskunde und Kultur des frankophonen Raums
  • Erstellung von Unterrichtskonzepten und material auch unter Einbeziehung multimedialer Anteile
  • Betreuung der Arbeiten, die im Rahmen bestehender Kooperationen mit französischen Hochschulen anfallen, z.B. Studierendenaustausch, Praktische Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt, VorOrtKontakte mit französischen Hochschulen
Das sollten Sie mitbringen:
  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Romanistik mit Schwerpunkt Französisch oder ein wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich der Sozial und Geisteswissenschaften an einer frankophonen Universität mit der Zusatzqualifikation FLE
  • sehr gute Sprachkompetenz im Deutschen und Französischen
  • Lehrerfahrung in Französisch unter Einbezug fachsprachendidaktischer Ansätze
  • nachweisbare Erfahrungen in der Auslandsarbeit einer Hochschule sowie im Hochschulmarketing mit Schwerpunkt auf Studienwerbung
  • Bereitschaft, landeskundliche Lehrveranstaltungen im Rahmen des trinationalen Masterstudienganges GPRE/REP auch in englischer Sprache durchzuführen
  • sicherer Umgang mit MSOffice, Vertrautheit mit OnlineLernplattformen
  • selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten sowie Teamfähigkeit und Einsatzwillen
  • eine zusätzliche Befähigung zum Unterricht in Englisch oder Deutsch als Fremdsprache und die entsprechenden Lehrerfahrungen sind von Vorteil

Wir bieten:

  • eine spannende und abwechslungsreiche Aufgabe mit internationalen Studierenden in einem motivierten Team
  • eine flexibilisierte Arbeitszeit zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • attraktive Leistungen des Tarifvertrages TVL inklusive Jahressonderzahlung,
    30 Urlaubstagen, vermögenswirksame Leistungen
  • Sozialleistung der betrieblichen Altersversorgung, sowie
  • individuelle Fort und Weiterbildungsmöglichkeiten

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Ein entsprechender Nachweis ist der Bewerbung beizufügen. Die Westsächsische Hochschule Zwickau strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen an. Qualifizierte Bewerberinnen sind deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Telefonische Auskünfte zum Aufgabengebiet können in der Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation bei Frau Bach (Tel.: 0375/ 536 3562) und für organisatorische Fragen im Dezernat für Personalangelegenheiten unter der TelefonNr.: 0375/536 1172 eingeholt werden.

Finden Sie sich in dieser Tätigkeit wieder? Dann senden Sie bitte Ihre Bewerbung unter Angabe der KennNr. bis zum 15.06.2022 per EMail an:

bewerbung.whz@fhzwickau.de
oder
Westsächsische Hochschule Zwickau
Dezernat Personalangelegenheiten

Postfach 201037

08056 Zwickau

Professur Deutsch als Fremd- und Fachsprache (Schwerpunkt Wirtschaftskommunikation im multilingualen Kontext)

Die Westsächsische Hochschule Zwickau bildet rund 4.000 Studierende in acht Fakultäten aus. Als „Hoch- schule für Mobilität“ entwickeln wir mit unserer disziplinären und kulturellen Vielfalt Lösungen für die Zukunfts- fragen des Megatrends Mobilität und liefern substanzielle Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher und ökono- mischer Herausforderungen. Das Zusammenwirken zwischen Mensch und Technik ist dabei der Kristallisati- onskern unseres interdisziplinären Wirkens. Dem Credo “innovation meets tradition“ folgend, wird der ange- wandten Forschung und angewandten Kunst eine hohe Bedeutung beigemessen, was regelmäßig zu Spitzenplätzen sowohl bei Studienrankings, als auch bei der Drittmittelquote führt. Die Automobil- und Robert- Schumann-Stadt Zwickau, das Erzgebirge und der Freistaat Sachsen bilden für die Hochschulmitarbeiter*innen ein attraktives Arbeits- und Lebensumfeld.

An der Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle (m/w/d) unbefristet zu besetzen:

Professur
Deutsch als Fremd- und Fachsprache

(Schwerpunkt Wirtschaftskommunikation im multilingualen Kontext)

W2, Teilzeit 50 %, Kenn-Nr. Zw SP 195b.

Ihre Tätigkeit

Die Professur verbindet Deutsch als Fremd- und Fachsprache mit interkultureller und multilingualer Wirtschaftskommunikation, angewandter Mehrsprachigkeit und kontrastiver Linguistik. Sie übernehmen und verantworten im Rahmen der bestehenden und zu entwickelnden Studiengänge an der Fakultät Lehr- und Forschungsaktivitäten auf den oben genannten Gebieten nach Bedarf, insbesondere im Bereich Wirtschaftsdeutsch, Wirtschafts- und Fachkommunikation, Deutsch als Wissenschaftssprache sowie kontrastive Linguistik. Sie sind bereit, Lehraufgaben auch in fachlich artverwandten Gebieten, insbesondere in den Grundlagenfächern der Linguistik, der an der Fakultät gelehrten Sprachen und in Weiterbildungsangeboten der Hochschule zu übernehmen. Sie sind bereit und in der Lage, die Lehrveranstaltungen auf Deutsch und Englisch bzw. einer weiteren Fremdsprache unter souveräner Anwendung moderner, digitaler Ausbildungsmethoden durchzuführen.

Die Professur leistet einen entscheidenden Beitrag zur Internationalisierung der Hochschule. In der Verantwortung der Professur liegt daher die nachhaltige internationale Vernetzung der Lehre und Forschung mit Partnerhochschulen, die fachlich-inhaltliche Organisation und Betreuung von Kooperationen mit internationalen Part-nerinstitutionen der Fakultät (z.B. zur Entwicklung von Doppelabschlussprogrammen) sowie die Vernetzung mit Unternehmen in der Region durch die Organisation von Praktika für die internationalen Studierenden. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten und dem International Office wird erwartet.

Die Weiterentwicklung der Studiengänge (Organisation, inhaltlich-didaktische Konzeption, Lehr- und Lernmaterialien sowohl analog als auch digital) sowie die Betreuung der Studierenden (z. B. im Rahmen von Projekt- und Abschlussarbeiten bzw. Praktika) zählen ebenso zu Ihren Tätigkeiten.

Neben der Lehre zeichnen Sie sich durch starke Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus, die durch internationale Publikationstätigkeit, das Einwerben von Projektdrittmitteln und internationale Projekte dokumentiert sind. Sie verfügen über sehr gute Erfahrungen in der Gremienarbeit, engagieren sich aktiv in der akademischen Selbstverwaltung und fördern die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zwischen den Fakultäten.

Ihr Profil

Gewünscht sind einschlägige wissenschaftliche Erfahrungen auf folgenden Gebieten:

  • Deutsch als Fremd-, Fach- und Wissenschaftssprache mit Bezug auf Wirtschaftskommunikation, Angewandte Linguistik, Kontrastive Linguistik, multilinguale Fremdsprachendidaktik und interkulturelle Kommunikation,
  • Mehrjährige, nachgewiesene Lehrerfahrungen in den oben genannten Gebieten, vorzugsweise auch im internationalen Kontext,
  • Internationale Projekterfahrung und Vernetzung, Erfahrungen in der Entwicklung von Doppelabschlussprogrammen und der Einwerbung von Drittmitteln,
  • Curriculaentwicklung von akademischen Ausbildungs- oder Qualifizierungsprogrammen.

Neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen sollten folgende Einstellungsvoraussetzungen unter Berücksichtigung des § 58 SächsHSFG bei Ihnen gegeben sein:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium in DaF oder in einem für das Lehrgebiet relevanten Studiengang (Germanistik, moderne Philologien) bzw. artverwandter Studiengänge (z.B. Angewandte Linguistik, Kontrastive Linguistik) in Verbindung mit einem erfolgreich abgeschlossenen universitären Zusatz- bzw. Ergänzungsstudium in Deutsch als Fremdsprache,
  • pädagogische Eignung, hochschuldidaktische Erfahrungen und fremdsprachendidaktische Erfahrungen im Bereich DaF, die durch Lehre an Hochschulen im Berufungsgebiet erworben wurden,
  • besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird, sowie
  • besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens fünfjährigen beruflichen Praxis, davon mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs.

Wir suchen eine Persönlichkeit, die durch entsprechende praktische und wissenschaftliche Tätigkeiten die praxisorientierte Lehre und die angewandte Forschung an der Fakultät und in den Profillinien der Hochschule weiter ausbauen möchte. Erfahrungen bei der Einwerbung von Drittmitteln und Betreuung von Forschungsprojekten sind vorteilhaft. Für die zunehmende Internationalisierung der Hochschule verfügen Sie über die notwendige Fremdsprachenkompetenz in Wort und Schrift. Auslandserfahrungen sind erwünscht.

Als zertifizierte „Familiengerechte Hochschule“ entwickeln wir entsprechend angepasste Arbeits- und Studien- bedingungen. Wir legen Wert auf Ihre Weiterentwicklung und eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Zudem messen wir der Betreuung der Studierenden und der Einbindung der Hochschule in die Region einen hohen Stellenwert zu. Deshalb ist eine hohe Präsenz der Lehrenden an der Westsächsischen Hochschule erforder- lich. Entsprechend wünschen wir, dass Ihr Lebensmittelpunkt in der Region liegt.

Schwerbehinderte werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt. Die Westsächsische Hochschule Zwickau strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen in Lehre und Forschung an. Qualifizierte Wissenschaftlerinnen sind deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, wissenschaftlicher Werdegang, relevante Zeugnisse und Qualifikationsnachweise, Liste der Lehrveranstaltungen, Ergebnisse von Lehrevaluationen, Publikationstätigkeit, Überblick Vortragstätigkeit, Liste der eingeworbenen Drittmittel) sowie über Ihre Vorstellungen zum zukünftigen Engagement im Bereich der Lehre und der angewandten Forschung (Kurzkonzept, jeweils 1 bis 2 Seiten).

Bitte senden Sie diese unter Angabe der Kenn-Nr. Zw SP195b bis zum 24.02.2022 an die:

Westsächsische Hochschule Zwickau

Rektorbüro

Kornmarkt 1

D-08056 Zwickau

oder per E-Mail (im pdf-Format) an: bewerbung.professur@fh-zwickau.de

Bitte reichen Sie bei einer postalischen Bewerbung in Ihrem Eigeninteresse Kopien ein. Beglaubigte Kopien und Nachweise sind zu den Probelehrveranstaltungen mitzubringen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Bewerbungs- und Vorstellungskosten nicht übernehmen werden.

Rückfragen zur Stellenausschreibung bitte an:

Frau Bettina Bach

Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation Tel.: +49 (0) 375 536 3562

E-Mail: bettina.bach@fh-zwickau.de

Zum formellen Ablauf des Berufungsverfahrens bitte an:

Berufungsbeauftragter

Tel.: +49 (0) 375 536 1014

E-Mail: bewerbung.professur@fh-zwickau.de

Weitergehende Informationen zur Berufung einer Professur an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, zu den erforderlichen Bewerbungsunterlagen und zum Ablauf des Berufungsverfahrens finden Sie unter https://www.fh-zwickau.de/hochschule/informationen/stellen/.

CfP – Tagung Zwickau 2022 – Interkulturalität, soziale Medien und die Arbeitwelt

Interkulturalität, soziale Medien und die Arbeitswelt
Internationale Tagung vom 14. bis 16. Juni 2022 in Zwickau

Wir leben in einer globalisierten und multikulturellen Welt, in der soziale Netzwerke eine immer wichtigere Rolle im gesellschaftlichen Austausch spielen. Sie können einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von interkulturellen Freundschaften haben, wie Mas’udah (2017) zeigt. Interkulturelle Kommunikation (oder Interkulturalität im weitesten Sinne) und soziale Netzwerke sind eng miteinander verbunden, nicht nur im privaten Bereich, sondern auch im Bildungskontext. Mouhadjer (2018) verweist beispielsweise auf die Rolle, die soziale Netzwerke bei der Entwicklung interkultureller Kompetenz bei Studierenden spielen. In der Tat können neue Technologien den Zugang zu verschiedenen Kulturen erleichtern und virtuelle Räume des Vertrauens und des Austauschs schaffen. Jakubowski (2018) hebt in diesem Kontext das große Potenzial wissenschaftlicher Studien, insbesondere der Medienwissenschaft und der interkulturellen Kommunikation, hervor, denn soziale Netzwerke ermöglichen es Forschern insbesondere aus den Disziplinen Linguistik und Soziologie, auf eine große Datenbasis zuzugreifen, um Interkulturalität innerhalb der Gesellschaft zu analysieren. Die oben angeführten Studien zeigen, dass die Wechselwirkung zwischen sozialen Netzwerken und Interkulturalität bereits untersucht wurde. Trotzdem gibt es noch neue Reflexionsfelder, die es zu erforschen gilt. Bisher sind Arbeiten, die die beiden genannten Konzepte und die Arbeitswelt miteinander verknüpfen, selten, auch wenn viele Unternehmen z. B. einen Facebook- oder Instagram-Account haben, um im Austausch mit ihren Kunden zu stehen (Godey et al. 2016, Carah & Shaul 2016, Portmann 2020). Die sozialen Netzwerke finden auch im kulturübergreifenden Marketing Anwendung (Mavragani et al., 2019). Soziale Netzwerke erleichtern zweifellos den Zugang zu neuen Märkten. Gerade in einer globalisierten Welt werden interkulturelle Divergenzen nicht nivelliert, sondern gewinnen im Umgang mit potentiellen Kunden, Arbeitnehmern und Arbeitgebern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen stetig an Bedeutung.

Die Analyse der Interdependenzen dieser drei Begriffe – “Interkulturalität”, “soziale Netzwerke” und “Arbeitswelt” – erscheint besonders fruchtbar und wird daher Gegenstand einer Tagung mit dem Titel “Interkulturalität, soziale Netzwerke und die Arbeitswelt” sein, das in Kooperation zwischen der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Université Grenoble Alpes stattfinden wird. Die Beiträge der Tagung zielen darauf ab, die Verbindungen zwischen diesen drei Begriffen zu erforschen und können unter anderem die folgenden Fragen behandeln

– Wie werden soziale Netzwerke in der Arbeitswelt genutzt (Werbezwecke, Firmen- Kunden-Beziehungen, Produktvertretung…)?
– Wie tragen diese Nutzungen dazu bei, Interaktionen zu gestalten und neue Formen der Kommunikation zu etablieren?
– Welche Unterschiede sind in Abhängigkeit von unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen zu beobachten?
– Wie spiegeln soziale Netzwerke professionelle Praktiken wider (Weitergabe von Fachwissen, Fachsprache, Terminologie, etc.)?
– Welche Strategien und diskursive Verfahren werden eingesetzt, um soziale Beziehungen in diesem Kontext aufrechtzuerhalten?

Die dreitägige Tagung findet vom 14., 15. bis 16. Juni 2022 in Zwickau, Deuts chland, statt. Interessenten sind eingeladen, ein abstract (in Deutsch, Französisch oder Englisch) im Umfang von ca. 250 Wörtern einzureichen, zusammen mit einer kurzen biographischen Notiz. Unser Ausgangspunkt sind die Disziplinen Linguistik, Medien und interkulturelle Kommunikation, aber eine Annäherung an diese Konzepte im Lichte anderer Disziplinen ist ebenfalls willkommen. Bitte senden Sie Ihr abstract bis zum 15. September 2021 an die folgende Adresse:

Kontakt:
Nadine Rentel und Dominique Dias: zwickaujuni2022@gmail.com

Call for papers_DE

appel_a_communications_FR

Call for papers_EN

Wandlungsprozesse in medialen Diskursen: kontrastive und interkulturelle Ansätze

Die internationale Tagung „Wandlungsprozesse in medialen Diskursen: kontrastive und interkulturelle Ansätze“ wird gemeinsam von der Universität Grenoble Alpes (Frankreich) und der Westsächsischen Hochschule Zwickau (Deutschland) veranstaltet.

Das Ziel der geplanten Tagung besteht darin, bestehende theoretische und methodische Ansätze neu zu denken, um auf dieser Grundlage ein tragfähiges Analysemodell für die kontrastive Beschreibung medialer Diskurse zu entwickeln. Wenngleich die Kontrastierung insbesondere deutscher und französischer Forschungsansätze im Zentrum der Tagung steht, sind weitere methodische Perspektiven willkommen, die die Diskussion um die Definition von Textsorten sowie hinsichtlich von Wandlungsprozessen in medialen Diskursen bereichern.

Die internationale und interdisziplinäre Tagung eröffnet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, bestehende Forschungsansätze und national bzw. kulturell geprägte Wissenschaftstraditionen im Bereich der Medienlinguistik miteinander in Bezug zu setzen. Das erklärte Ziel der Tagung besteht darin, einen Dialog zwischen den Disziplinen der Sprachwissenschaft, der Semiotik, der Informationswissenschaften, der Geschichtswissenschaft der Soziologie und den Bildungswissenschaften anzustoßen bzw. zu vertiefen.

Aufgrund der Pandemie wird die Tagung online stattfinden. Die Anmeldung ist kostenlos aber bis zum 2. Juni erforderlich. (hier)

Organisatoren: Dominique Dias (Université Grenoble Alpes), Nadine Rentel (Westsächsische Hochschule Zwickau)

Poster

Programm

 

CfP Internationale Tagung Grenoble Juni 2021 “Wandlungsprozesse in medialen Diskursen: kontrastive und interkulturelle Ansätze”

Internationale Tagung an der Université Grenoble-Alpes, in Kooperation mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau

Wandlungsprozesse in medialen Diskursen: kontrastive und interkulturelle Ansätze

Université Grenoble-Alpes  2.- 4. Juni 2021

Textsortenmerkmale und in der Folge das Wissen um bestimmte Charakteristika von Textsorten, das den RezipientInnen sowohl die Produktion als auch die Rezeption von Texten erleichtert, unterliegen dynamischen Wandlungsprozessen: Textsorten sind keine statischen Gebilde, sondern entwickeln sich nicht nur im diachronen Wandel, sondern ebenso in Abhängigkeit vom räumlichen Kontext. In unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen zeichnen sich Textsorten durch bestimmte Spezifika aus, die sich wiederum in der Textsortenrealisierung, d.h. auf der Ebene konkreter Einzeltexte manifestieren. Diese Sprach- und Kulturgeprägtheit von Textsorten betrifft auch und insbesondere mediale Diskurse bzw. Medientexte; trotz der Intensivierung von Austauschprozessen im Zeitalter der Digitalisierung und der Globalisierung kann man nicht von einer Nivellierung kulturspezifischer Besonderheiten der Texte sprechen. Um im interkulturellen Kontext eine adäquate, den Erwartungen der jeweiligen Zielgruppe entsprechenden Produktion und Rezeption medialer Diskurse sicherstellen zu können, müssen die sprach- und kulturraumbezogenen Charakteristika unbedingt berücksichtigt werden.

Im Rahmen von Forschungsarbeiten zu Textsorten wurden sowohl in Frankreich (Beacco 1991, Adam 1997, 1999, Ablali et al. 2015) als auch in Deutschland (Brinker 1988, Adamzik 1995, Gansel 2011) Analyseinstrumentarien entwickelt, wobei in beiden nationalen Wissenschaftstraditionen die Schwierigkeit herausgestellt wird, Textsorten eindeutig und trennscharf voneinander abzugrenzen. Das Ziel der geplanten Tagung besteht darin, bestehende theoretische und methodische Ansätze neu zu denken, um auf dieser Grundlage ein tragfähiges Analysemodell für die kontrastive Beschreibung medialer Diskurse zu entwickeln. Wenngleich die Kontrastierung insbesondere deutscher und französischer Forschungsansätze im Zentrum der Tagung steht, sind weitere methodische Perspektiven willkommen, die die Diskussion um die Definition von Textsorten sowie hinsichtlich von Wandlungsprozessen in medialen Diskursen bereichern.

Im Kontext des sich intensivierenden Digitalisierungsprozess werden Medientexte immer häufiger in virtueller Form verbreitet und rezipiert, was wiederum tiefgreifende Wandlungsprozesse sowohl auf der Textproduktions- als auch auf der Textrezeptionebene nach sich zieht. Die diametrale Opposition von medialer Schriftlichkeit und Mündlichkeit, aber darüber hinausgehend auch der eher graduell ausgeprägte Gegensatz von konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit (vgl. Koch et Oesterreicher 1985) sind relevante Konzepte bzw. Kriterien, die der Beschreibung neuer Genres im medialen Diskurs zugrunde gelegt werden können. Korpora von Texten, die dem Bereich der Social Media-Kommunikation zuzurechnen sind oder die auf die Kommunikation per Smartphone (vgl. die Studien von Dürscheid 2003, 2016) fokussiert sind, zeichnen sich, unabhängig von ihrer medial schriftlichen Realisierung, durch einen hohen Grad an Spontaneität aus, der wiederum Spuren auf der konzeptionellen Ebene der Texte hinterlässt.

Im Kontext der Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf die Produktion und Rezeption von Medientexten ist die multimodale Gestaltung der Texte von besonderer Relevanz. Die Sinnkonstitution eines Textes kann nicht alleine auf den sprachlichen oder bildlichen Informationen beruhen (vgl. in diesem Zusammenhang die Illusion eines « discours logocentré » ; Paveau 2012)), sondern muss die Relation zwischen visuellen und verbalen Textelementen berücksichtigen. Diese können, abhängig von der konkreten Textsorte, auf sehr spezifische Art und Weise miteinander verknüpft sein und in unterschiedlichen Dominanzbeziehungen zueinander stehen. So ist in einigen medialen Textsorten der bildliche Teil unabdingbar für das Verständnis der sprachlich realisierten Informationen bzw. des Gesamttextes (für den Bereich der Werbekommunikation vgl. Rentel 2005). Trotz der hohen Relevanz dieser multimodalen Gestaltung medialer Diskurse liegen bislang nur wenige empirische Studien vor, die die Interaktion sprachlicher und bildlicher Elemente in das Zentrum der Analyse rücken (vgl. jedoch die Arbeit von Thurlow et al. 2020).

Digital realisierte mediale Diskurse sind weiterhin von einem vergleichsweise hohen Grad an Interaktion und damit einhergehend an Dialogizität geprägt, so dass die Rollen von TextproduzentInnen einerseits und TextrezipientInnen andererseits in dem Konzept des Produsers aufgehen. Mit diesem Kunstwort werden SprecherInnen bezeichnet, die gleichzeitig Inhalte sowohl generieren als auch rezipieren. Weitere Wandlungsprozesse in medialen Diskursen betreffen das Phänomen der Hybridisierung (Dias 2017), das zum Entstehen neuer, mehr oder weniger kurzlebiger medialer Textsorten beitragen kann.

Die Gesamtheit solcher Wandlungsprozesse macht die kulturspezifische Geprägtheit medialer Diskurse umso deutlicher, weshalb diese Charakteristika im Rahmen der Textsortenanalyse nicht vernachlässigt werden dürfen (Fix 2006). Im Rahmen der Tagung stehen kontrastiv angelegte, deutsch-französische Analysen im Zentrum, wobei der Vergleich mit weiteren Sprach- und Kulturräumen, auf dessen Basis neue Befunde im Kontext der interkulturellen Herausforderungen der Medienlinguistik erarbeitet werden können, ebenfalls willkommen ist (Gonnot et al. 2013). Gegenstand der Beiträge im Rahmen der Tagung sollen einerseits Beschreibungsinstrumentarien und theoretisch-methodische Ansätze sein, die der Analyse medialer Diskurse zugrunde gelegt werden können. Ein besonderer Stellenwert wird dabei dem Dialog der unterschiedlichen Disziplinen und sich daraus möglicherweise ergebenden Synergieeffekten zugewiesen. Von Relevanz sind weiterhin Disziplinen, die eng mit der Beschreibung medialer Diskurse in Verbindung stehen wie beispielsweise die kontrastive Diskursanalyse (Von Münchow 2014).

Mögliche Beiträge zur Tagung könnten sich auf die folgenden Aspekte beziehen, wobei die Liste nicht exhaustiv ist :

  • die kontrastive Beschreibung der medialen Darstellung bzw. der kulturspezifischen Wahrnehmung bestimmter Ereignisse ;
  • die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Entwicklung bzw. das Entstehen neuer Textsorten ;
  • theoretische Beschreibungsinstrumentarien für die Analyse medialer Diskurse ;
  • die Relation von Sprache und Bild in medialen Diskursen und die besonderen Herausforderung der multimodalen Gestaltung von Texten ;
  • die kontrastive Beschreibung bestimmter medialer Phänomene wie Hate Speech, Political Correctness oder Greenwashing
  • die Herausforderungen einer kontrastiven Herangehensweise im Kontext der Beschreibung medialer Diskurse in Bezug auf den Fremdsprachenunterricht und die kulturelle Mediation ;
  • die Frage nach den sozialen Akteuren und den sozio-ökonomischen Herausforderungen im Kontext des Aufkommens und der Entwicklung medialer Landschaften.

Die internationale und interdisziplinäre Tagung eröffnet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, bestehende Forschungsansätze und national bzw. kulturell geprägte Wissenschaftstraditionen im Bereich der Medienlinguistik miteinander in Bezug zu setzen. Das erklärte Ziel der Tagung besteht darin, einen Dialog zwischen den Disziplinen der Sprachwissenschaft, der Semiotik, der Informationswissenschaften, der Geschichtswissenschaft der Soziologie und den Bildungswissenschaften anzustoßen bzw. zu vertiefen.

Darüber hinaus soll die geplante Veranstaltung NachwuchsforscherInnen eine Plattform bieten, um eigene Forschungen oder Work in Progress vorzustellen und zu diskutieren und ihre internationale wissenschaftliche Vernetzung zu intensivieren. NachwuchwissenschaftlerInnen sind daher mit Nachdruck aufgefordert, abstracts für die Tagung einzureichen.

Objektsprachen : alle

Konferenzsprachen : Französisch, Deutsch, Englisch

Vortragsvorschläge (Titel, abstract im Umfang von maximal 500 Wörtern, Key Words sowie biblioraphische Angaben) sowie eine kurze Biobibliographie mit Angaben zur wissenschaftlichen Position, zur institutionellen Verankerung und einschlägigen Publikationen zum Thema sollen bis zum 15. September 2020 an Nadine Rentel (Nadine.Rentel@fh-zwickau.de) und an Dominique Dias (Dominique.Dias@univ-grenoble-alpes.fr) gesendet werden. Eine Rückmeldung bezüglich der Annahme der Vortragsvorschläge erfolgt bis zum 15. Oktober 2020.

Bibliographie

Ablali Driss, Bouhouhou Ayoub, Tebbaa Ouidad (eds.) (2015). Les genres textuels, une question d’interprétation ? Limoges : Lambert-Lucas.

Adam, Jean-Michel (1999). Linguistique textuelle : des genres de discours aux textes. Paris : Nathan-Université.

Adam, Jean-Michel (1997). « Genres, textes, discours : pour une reconception linguistique du concept de genre », Revue belge de philologie et d’histoire 75, p. 665‑681.

Adamzik, Kirsten (1995). Textsorten, Texttypologie: Eine kommentierte Bibliographie. Münster : Nodus.

Beacco, Jean-Claude (1991). « Types ou genres ? Catégorisation des textes et didactique de la compréhension et de la production écrites », Études de linguistique appliquée 83, p. 19‑28.

Brinker, Klaus (1988). Linguistische Textanalyse. Berlin : Erich Schmidt Verlag.

Dias, Dominique (2017). « Journalistische Rezensionen: Entstehung einer Textsorte durch Interferenzen? », in N. Colin, P. Farges & F. Taubert (eds.), Annäherung durch Konflikt: Mittler und Vermittlung. Heidelberg : Synchron Verlag.

Dürscheid, Christa (2016). « Neue Dialoge – alte Konzepte? Die schriftliche Kommunikation via Smartphone »; Zeitschrift für germanistische Linguistik, Nr. 44/3, p. 437‑468.

Dürscheid, Christa (2003). « Medienkommunikation im Kontinuum von Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Theoretische und empirische Probleme », Zeitschrift für angewandte Linguistik, Nr. 38, p. 37–56.

Fix, Ulla (2006). « Was heißt Texte kulturell verstehen? Ein- und Zuordnungsprozesse beim Verstehen von Texten als kulturellen Entitäten », in H. Blühdorn, E. Breindl, U.‑H. Waßner (eds.), Text-Verstehen. Grammatik und darüber hinaus. Berlin, New York : De Gruyter, p. 254‑276.

Gansel, Christina (2011). Textsortenlinguistik. Stuttgart : UTB.

Gonnot, Anne-Catherine, Schwerter, Stephanie et Rentel, Nadine (eds.) (2013). Dialogues entre langues et cultures. Frankfurt-am-Main : Peter Lang.

Koch, Peter et Oesterreicher, Wulf (1985). « Sprache der Nähe – Sprache der Distanz. Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Spannungsfeld von Sprachtheorie und Sprachgeschichte », Romanistisches Jahrbuch 36/85, p. 15‑43.

Paveau, Marie‑Anne (2012). « Genre de discours et technologie discursive. Tweet, twittécriture et twittérature », [en ligne] disponible sur https://hal.archives-ouvertes.fr/hal-00824817.

Rentel, Nadine (2005). Bild und Sprache in der Werbung. Die formale und inhaltliche Konnexion von verbalem und visuellem Teiltext in der französischen Anzeigenwerbung der Gegenwart. Frankfurt/Main u. a.: Peter Lang.

Thurlow, Crispin, Dürscheid, Christa et Diémoz Federica (eds.) (2020). Visualizing digital discourse. Interactional, institutional and ideological perspectives. Berlin/Boston : De Gruyter.

Von Münchow, Patricia (2014). « L’analyse du discours contrastive : comparer des cultures discursives » in A. Grezka, M. Leclère et M. Temmar, Les Sciences du langage en Europe : tendances actuelles. Actes du colloque 2011 de l’ASL-Association des Sciences du Langage, Lambert-Lucas, p. 75‑92.

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